Die richtigen Versicherungen für dein Baby

Hat der Nachwuchs gerade erst das Licht der Welt erblickt, haben die frischgebackenen Eltern meist andere Sachen im Kopf als Versicherungen. Doch der Schutz des Kindes im Schadenfall ist essenziell.

Eltern liegen mit Baby im Bett.
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„Welche Versicherungen braucht mein Baby?“ Bei dieser Frage herrscht bei vielen Eltern Unsicherheit, ist doch der richtige Versicherungsschutz eine unerlässliche Investition in die Zukunft des Nachwuchses. Besonders vorsichtige Eltern schließen zu viele Versicherungen ab und bezahlen für Leistungen, die kaum Nutzen bringen. Auf der anderen Seite gibt es Erziehungsberechtigte, die aus Unwissenheit auf essenzielle Versicherungen für ihr Baby verzichten und so dessen Gesundheit und finanzielle Absicherung aufs Spiel setzen.

Welche Versicherungen braucht ein Baby unbedingt?

Die Auswahl aus Versicherungen ist bereits für Babys riesig – für nahezu jeden Schadenfall gibt es eine maßgeschneiderte Versicherung. Vier davon sind für deinen Nachwuchs unverzichtbar oder sehr empfehlenswert.

Krankenversicherung

Egal, ob gesetzlich oder privat – für Babys ist eine Krankenversicherung – wie für jeden Bundesbürger – Pflicht. Die Krankenversicherung trägt die Behandlungs- und Pflegekosten bei Unfällen und Erkrankungen. Kinder werden automatisch und beitragsfrei bei einem Elternteil mitversichert, wenn dieses Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist. Privatversicherte müssen hingegen eine private Krankenversicherung für den Nachwuchs abschließen. Ist ein Elternteil gesetzlich, der andere privat versichert, richtet sich die Art der Baby-Versicherung – vereinfacht gesagt – nach dem Elternteil mit dem höheren Einkommen.

Krankenhauszusatzversicherung

Eine sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung ist für Babys, Kinder und auch Erwachsene die Krankenhauszusatzversicherung. Dadurch hat dein Baby im Krankenhaus die gleichen Rechte wie ein Privatpatient. Das heißt:

  • Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer
  • Freie Krankenhaus- und Arztwahl
  • Chefarztbehandlung

Immer mehr Kinder- und Baby-Versicherungen bieten auch das sogenannte „Rooming-in“ an. Im Rahmen dessen dürfen die Eltern über Nacht im Krankenhaus bei ihrem Kind bleiben und haben sogar Anspruch auf ein Zimmer.

Invaliditätsversicherung

Wird ein Kind durch einen Unfall oder eine Krankheit dauerhaft körperlich oder geistig beeinträchtigt und dadurch auch erwerbsunfähig, zahlt die Kinderinvaliditätsversicherung eine vertraglich festgelegte Rente. Der Schutz ist prinzipiell für alle Menschen sinnvoll. Wird die Versicherung aber schon als Baby abgeschlossen, sind meist günstigere Vertragskonditionen möglich.

Der Versicherungsexperte Peter Grieble schätzt die Kinderinvaliditätsversicherung ähnlich wichtig ein wie die private Haftpflichtversicherung, berichtet er der Süddeutschen Zeitung.

Welche Versicherungen sind fürs Baby außerdem empfehlenswert?

Zusätzlich zu diesen wichtigen Schutzmaßnahmen sind unter gewissen Umständen weitere Versicherungen für dein Baby sinnvoll:

  • Auslandskrankenversicherung, falls du vorhast, mit deinem Baby zu verreisen.
  • Unfallversicherung, um den Schutz der Invaliditätsversicherung zu ergänzen.
  • Haftpflichtversicherung, obwohl Kinder bis zum siebten Lebensjahr deliktunfähig sind und somit für Schäden nicht haftbar gemacht werden können, hilft sie, Streitigkeiten mit Geschädigten unkompliziert zu schlichten.

Zusammenfassung

  • Es gibt unzählige Versicherungen, auch schon für Babys. Aber nicht alle sind notwendig – überlege dir deswegen genau, ob bestimmte Versicherungen für dein Baby sinnvoll sind.
  • In Deutschland ist eine gesetzliche oder private Krankenversicherung Plicht. Außerdem sind Krankenhauszusatzversicherung und Invaliditätsversicherung Schutzmaßnahmen, die du auf jeden Fall für dein Baby abschließen solltest.
  • Weitere Versicherungen sind oftmals nur in bestimmten Fällen lohnenswert – beispielsweise eine Auslandskrankenversicherung, wenn dein Baby mit dir viel verreist.