Der Ehering – ein Symbol für die ewige Liebe

Der große Tag eurer Hochzeit rückt näher. Neben der Organisation von Trauung und Feier sind die Eheringe eines der wichtigsten Themen. Wie sollen sie aussehen, welches Material ist am besten, was kostet ein Ehering und an welcher Hand werdet ihr ihn tragen?

Irina Iriser / pexels.com

Die Hochzeitsfotos vieler Paare zeigen es: Der Moment, in dem die Partner einander die Ringe an den Finger stecken, ist einer der emotionalsten und wichtigsten Augenblicke jeder Trauung. Der Ehering ist das Symbol für die ewige Liebe zueinander und besiegelt die lebenslange Verbindung zweier Menschen. Dementsprechend wichtig ist es, einen passenden Ring zu finden und sich vorher zu einigen, an welcher Hand man den Ehering trägt.

Wofür steht der Ehering?

Dem Ehering kommt eine ganz besondere Bedeutung zu. Er steht für die lebenslange Liebe, Treue und Unterstützung, die sich das Paar bei der Trauung verspricht. Deshalb ist der Ringtausch auch ein zentraler Moment im Ablauf der Hochzeit. Doch er ist nicht nur ein emotionales Symbol für das Ehepaar, sondern auch ein Zeichen nach außen. Am Ehering erkennen Fremde sofort, dass der Träger verheiratet ist.

Dass ausgerechnet ein Ring das Zeichen dafür ist, dass sich zwei Menschen füreinander entschieden haben, ist nicht verwunderlich. Ein Ring (bzw. seine Kreisform) hat weder Anfang noch Ende und steht damit für die Unendlichkeit. Zielte das in früheren Zeiten noch eher auf das Versprechen ab, das ganze Leben lang füreinander zu sorgen, wurde es mit dem Aufkommen der romantischen Liebesheirat im 18. Jahrhundert zur Aussage über die Liebe selbst.

An welcher Hand trägt man den Ehering?

Vor allem, wenn man ihn als Zeichen an die Außenwelt versteht, ist es natürlich entscheidend, an welcher Hand der Ehering getragen wird. Genau wie beim Verlobungsring gibt es auf diese Frage keine allgemeingültige Antwort. Vielmehr hängt es davon ab, in welchem Land ihr lebt und ob beide Partner denselben kulturellen Hintergrund haben.

In Deutschland und Österreich gehört der Ehering traditionell an den Ringfinger der rechten Hand. In der Schweiz und den meisten anderen europäischen Ländern wird er hingegen links getragen. Und auch im weltweiten Vergleich überwiegt die Zahl der Menschen, die ihren Ehering an der linken Hand tragen, deutlich. Das geht zurück auf den antiken Glauben an die sogenannte Vena Amoris (= Liebesader), die den linken Ringfinger direkt mit dem Herzen verbinden soll.

Warum es sich in Deutschland durchgesetzt hat, den Ehering rechts zu tragen, ist nicht eindeutig zu beantworten. Mögliche Erklärungen sind:

  • Überlieferungen zufolge waren die Germanen der Meinung, dass die Vena Amoris vom rechten Ringfinger zum Herzen verläuft. Aus diesem Grund trugen sie den Ring rechts.
  • Geistliche trugen einen wertvollen Ring als Zeichen ihrer Verbindung zu Gott an der rechten Hand, da die linke Hand als unrein galt.
  • Da man sich zur Begrüßung die rechte Hand reicht, war der Ehering dort schneller sichtbar und konnte gleich beim Kennenlernen deutlich signalisieren, dass der Träger bereits verheiratet ist.

Doch aus welchen Gründen auch immer die Tradition entstanden ist, letztlich bleibt es euch überlassen, an welcher Hand ihr den Ehering tragt. Manchmal spielen auch praktische Überlegungen eine Rolle. So entscheiden sich auch in Deutschland viele Menschen dazu, den Ehering an der linken Hand zu tragen, um ihn vor Abnutzung zu schützen, da sie als Rechtshänder handwerkliche Arbeiten mit der rechten Hand ausführen.

Trauringe kaufen – unsere Tipps

Die Wahl der Eheringe fällt vielen Paaren alles andere als leicht. Kein Wunder, schließlich geht man davon aus, den Ring den Rest des Lebens zu tragen. Die scheinbar unendliche Auswahl an verschiedenen Materialien, Mustern und Verzierungen macht die Entscheidung nicht gerade leichter.

Hilfreich kann es sein, sich den Ring an der Hand in eurem täglichen Leben vorzustellen. Wenn ihr eher einen schlichten, zurückhaltenden Stil habt, ist ein auffälliger Diamantring auf Dauer vielleicht zu viel des Guten. Genauso ergibt es wenig Sinn, einen breiten Goldring zu wählen, wenn ihr normalerweise Silberschmuck bevorzugt.

Eine schöne Idee ist es auch, die Eheringe selbst zu schmieden bzw. für den Partner anzufertigen. In den meisten Städten gibt es Goldschmiedewerkstätten, die entsprechende Kurse anbieten. Dort fertigt ihr an einem oder zwei Tagen unter professioneller Anleitung die eigenen Trauringe an und tragt so ein ganz individuelles Zeichen eurer Liebe an den Händen.

Welches Material für Eheringe?

Als klassisches Material für Eheringe hat sich seit langem Gold etabliert. Es gilt als das wertvollste Edelmetall und ist damit natürlich prädestiniert für die Anfertigung von derartig bedeutungsvollen Schmuckstücken. Außerdem ist es aufgrund seiner Materialeigenschaften besonders robust und weniger anfällig für Abnutzungserscheinungen, die sich allerdings kaum vermeiden lassen, wenn man den Ring täglich am Finger trägt.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass goldene Trauringe nicht zu euch passen, könnt ihr natürlich auch zu Silber greifen oder auf andere silberfarbene Alternativen ausweichen. Ein sehr beliebtes Material für Trauringe ist Weißgold, das auf den ersten Blick von Silber nicht zu unterscheiden ist, aber die gleichen hochwertigen Eigenschaften wie Gelbgold aufweist.

Auch Ringe aus Platin, Titan oder Carbon werden immer häufiger gewählt. Sie passen besonders gut zu Paaren, die sich für ihre Eheringe ein modernes, ausgefallenes Design wünschen. Eheringe aus Rosé- oder Rotgold liegen seit einigen Jahren absolut im Trend. Die Färbung ist auffällig, lässt die Ringe aber gleichzeitig elegant und dezent erscheinen.

Gerne werden auch Ringe gewählt, die aus zwei oder mehreren Materialien bestehen. Das steht symbolisch dafür, wie zwei Charaktere und Persönlichkeiten zur Hochzeit zusammenfinden, um danach untrennbar eins zu werden.

Was sollten Eheringe kosten?

Wie bei anderen Schmuckstücken sind die Preise für Eheringe nach oben praktisch offen. Schlichte Varianten bekommt ihr schon für einige Hundert Euro, während aufwendig gestaltete und verzierte Ringe schnell mehrere Tausend Euro kosten können. Der Preis richtet sich nach Material, Form und eventuell eingearbeiteten Edelsteinen. Häufig ist der Ring des Mannes etwas günstiger, weil er weniger reich verziert ist als ein Damenring.

Dennoch sollte nicht der Geldwert, sondern euer persönlicher Geschmack das Hauptkriterium für die Wahl der Eheringe sein. Schließlich sind sie der Ausdruck eurer Liebe zueinander. Solange sie euch an eure Beziehung und eure gemeinsamen Werte erinnern, können auch einfache Holzringe die perfekten Eheringe für euch sein.

Zusammenfassung

  • Der Ehering wird in Deutschland traditionell am rechten Ringfinger getragen.
  • Gold ist das klassische Material für Eheringe, aber immer häufiger werden silberfarbene Alternativen gewählt.
  • Die Ringe beider Partner müssen nicht identisch sein, werden aber meistens in einem ähnlichen Design gewählt.


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