Babypflege: Die Erstausstattung für euer Kind

Viele frischgebackene Eltern sind unsicher: Welche Babypflege eignet sich für Neugeborene und worauf kann man getrost verzichten?

Baby im Korb
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Wie oft sollte man ein Neugeborenes baden, welche Badezusätze kann man ohne Bedenken verwenden und was hilft bei trockener Haut? Stellt ihr euch diese oder ähnliche Fragen, dann seid ihr damit nicht allein. Denn hinsichtlich der Babypflege sind sich viele junge Eltern unsicher. Dabei sind es nur wenige Dinge, die man wissen muss, um gut auf die Pflege des Babys vorbereitet zu sein. Und keine Angst – die Pflege wird schnell zur Routine und ihr entwickelt euch zu einem eingespielten Team.

Die tägliche Babypflege: Was braucht man?

Zur täglichen Babypflege gehört vor allem das Wickeln. Wie oft das notwendig ist, kann variieren. Mindestens sechsmal am Tag sollte euer Kind aber eine frische Windel erhalten. In der Regel benötigt ihr nicht viele weitere Pflegeartikel:

  • Verwendet lauwarmes Wasser und einen weichen Lappen, um den Po und Genitalbereich eures Kindes zu reinigen. Alternativ könnt ihr auch ein Feuchttuch verwenden. Allerdings reagieren viele Babys mit einem wunden Po oder Ausschlägen auf die Inhaltsstoffe der Feuchttücher.
  • Hat euer Baby einen wunden Po, helfen Heilsalben wie Ringelblumen- oder Zinksalbe. Sie werden dünn aufgetragen. Viel frische Luft tut der Haut ebenfalls gut: Gönnt eurem Kind also ruhig ein wenig windelfreie Zeit. Wichtig: Nässende Haut und kleine Knötchen deuten auf eine Pilzinfektion hin. Bemerkt ihr diese Symptome, solltet ihr einen Kinderarzt aufsuchen.

Tipp: Die Windel sollte straff sitzen, aber nicht einschnüren. Im Idealfall passen zwei Finger zwischen Babybauch und Windel. Seid ihr euch vor der Geburt unsicher, ob ihr alles richtig machen werdet? In einem Geburtsvorbereitungskurs lernt ihr, wie ihr euer Kind wickelt. Natürlich steht euch auch eure Hebamme bei allen Fragen zur Seite.

Die Nabelpflege

Nach der Geburt dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Nabelschnurrest getrocknet ist und abfällt. In dieser Zeit ist die Nabelpflege wichtig, damit sich der Bauchnabel nicht entzündet. Grundsätzlich reicht es aus, wenn ihr den Nabel einmal täglich vorsichtig mit lauwarmem Wasser abtupft. Am einfachsten geht das mit einem Wattestäbchen. Nässt oder blutet der Nabel, solltet ihr eure Hebamme zurate ziehen oder einen Kinderarzt aufsuchen. Damit kein Urin an den Nabel gelangt und nichts scheuert, empfiehlt es sich, den oberen Windelsaum einmal umzuschlagen.

Die regelmäßige Babypflege: Was braucht man zum Baden?

Die Haut von Neugeborenen ist nur etwa ein Fünftel so dick wie die von Erwachsenen. Um sie zu schonen, sollten Babys nicht länger als zehn Minuten gebadet werden. Die ideale Wassertemperatur beträgt dabei 37 bis 38 Grad Celsius. Badezusätze benötigt ihr nicht – klares Wasser reicht vollkommen aus. Prinzipiell ist gegen einen milden, rückfettenden Baby-Badezusatz (pH-Wert 5,5) aber auch nichts einzuwenden. Neigt euer Kind zu trockener Haut, gebt etwas Muttermilch oder ein spezielles Baby-Badeöl ins Wasser.

Es reicht übrigens aus, wenn ihr euer Kind einmal in der Woche badet. Liebt euer Kind das Wasser und neigt nicht zu trockener Haut, spricht jedoch nichts dagegen, es häufiger zu baden. Badet euer Kind nicht gerne? Kein Grund zur Sorge. Es genügt, wenn ihr es regelmäßig mit einem feuchten Waschlappen sanft abreibt.

Hautpflege im Winter und bei trockener Haut

In der Regel benötigen Babys keine Creme. Neigt euer Kind jedoch zu trockener Haut, kann eine Pflegelotion speziell für Säuglinge helfen. Spezielles Babyöl eignet sich gut, um trockener Winterhaut vorzubeugen. Seid ihr bei kaltem Herbst- oder Winterwetter draußen unterwegs, schützt eine Wind-und-Wetter-Salbe die empfindliche Gesichtshaut des Kleinen. Zu Hause könnt ihr die Salbe dann vorsichtig abwischen.

Babypflege: Erstausstattung zur Kopf- und Haarpflege

In den ersten Monaten brauchen Babys meist gar kein Shampoo. Das feine Haar wird beim Baden einfach mit einem weichen Schwamm abgerieben. Erst wenn es dichter wird, ist ein mildes Shampoo für Babys sinnvoll. Mit einer weichen Babybürste lässt sich das noch spärliche Kopfhaar entwirren.

Pflege von Finger- und Fußnägeln

In den ersten Lebenswochen sind die Nägel noch sehr weich und sollten nicht geschnitten werden. Später können sie aber recht scharf werden. Damit sich das Kind nicht selbst Kratzer zufügt, empfiehlt es sich, die Nägel mit einer Babynagelschere zu schneiden, dessen Spitzen abgerundet sind. Drückt die Fingerkuppe etwas nach unten, um besser an den Nagel zu kommen.

Zehennägel sollten möglichst gerade geschnitten werden, damit sie nicht einwachsen. Da sie viel langsamer als Fingernägel wachsen, werden ihr sie aber erst später schneiden müssen. Lässt sich euer Kind nur ungern die Nägel schneiden? Versucht es einfach mal nach dem Baden, wenn das Baby entspannt ist und die Nägel weich sind. Oder ihr versucht euer Glück, wenn euer Kind schläft.

Artikel zur Babypflege: Was braucht man wirklich?

Grundsätzlich gilt bei der Pflege von Babys: Weniger ist mehr. Auf viele Artikel könnt ihr bei der Babypflege getrost verzichten. Für die Erstausstattung reichen folgende Dinge:

  • Heilsalben für den wunden Po
  • Milder, rückfettender Baby-Badezusatz (pH-Wert 5,5)
  • Babyöl zur Massage
  • Wind-und-Wetter-Salbe für kalte Tage
  • Weiche Babybürste
  • Babynagelschere

Unsere 3 Top-Tipps zur Babypflege

  • Verwendet Produkte zur Babypflege sparsam. Hat euer Baby eine gesunde Haut, die nicht zu Trockenheit neigt, sind kaum Pflegeprodukte erforderlich.
  • Verwendet Ringelblumen- oder Zinksalbe, wenn euer Kind einen wunden Po hat.
  • Tupft den Nabel täglich sanft mit lauwarmem Wasser ab, solange der Nabelschnurrest noch nicht abgefallen ist. So beugt ihr einer Entzündung vor.