Babyausstattung: Das braucht ihr wirklich für euren kleinen Schatz

Ob Bodys, Bett oder Wickeltisch: Wenn es um die Erstausstattung fürs Baby geht, können werdende Eltern schnell den Überblick verlieren. Viele Anschaffungen lohnen sich, doch einige Dinge sind auch rausgeworfenes Geld. Unsere Checklisten verraten, was ihr wirklich braucht.

Zwei Paar kleine Stricksocken für Babys
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Rückt der Geburtstermin näher, tun die meisten Eltern zwei Dinge: lesen und shoppen. Das Informationsbedürfnis bei werdenden Mamas und Papas ist groß: Welche Windelgröße ist die richtige? Wie viele Bodys benötigt das Kleine am Anfang eigentlich? Stillen oder Fläschchen geben? Natürlich braucht man nicht wirklich alles, was Geschäfte und Onlineshops an Babyausstattung bereithalten. Doch ein paar größere Anschaffungen sind meist unvermeidlich:

  • Kinderwagen: Je nach Modell ist er geländegängig oder nur für die Stadt tauglich. Einige Ausführungen sind starr und wenig kofferraumgeeignet, andere lassen sich auf die Größe einer Hutschachtel zusammenfalten. Mögliche Alternativen sind Babytrage und Tragetuch.
  • Babyschale: Schon bei der Autofahrt vom Krankenhaus bzw. vom Geburtshaus nach Hause benötigt ihr eine „sichere Rückhaltevorrichtung“ für euer Neugeborenes. Babyschalen lassen sich per Gurt oder Isofix-System im Auto befestigen und kosten zwischen 150 und 500 Euro.
  • Wickeltisch: Mit einer Höhe von 85 bis 93 cm schont er den elterlichen Rücken beim Wickeln. Eine spezielle Wickelkommode bietet zusätzlichen Stauraum für alle Dinge, die man regelmäßig benötigt. Wichtig ist ein seitlicher Schutz, der verhindert, dass das Baby herunterfallen kann.
  • Kinderbett: Eine Alternative zum separat stehenden Gitterbett ist das Beistellbett, das direkt am Elternbett auf einer gemeinsamen Liegehöhe befestigt wird. Einige Modelle lassen sich tagsüber auch zum Stubenwagen umfunktionieren.

Babykleidung

Die Erstausstattung sollte für das Baby bequem und angenehm zu tragen sein. Gebt daher weichen, flauschigen Stoffen aus Bio-Baumwolle oder Wolle-Seide-Kombinationen den Vorzug. Da das Baby im ersten Jahr sehr schnell wächst, kauft ihr von den ersten Größen (50/56 bis 62/68) am besten nicht allzu viele Kleidungsstücke.

Checkliste

  • 6–8 Bodys (Wickelbodys / amerikanischer Schnitt)
  • 6–8 T-Shirts/Pullover
  • 4–5 Hosen/Strampelanzüge
  • 4–5 Strumpfhosen
  • 2–3 Babysocken
  • 1–2 Jäckchen (für drinnen)
  • 1–2 Schlafanzug (einteilig)
  • 1 Jacke (für draußen)
  • 2–3 Mützen (mind. 1 dickere und 1 dünnere Ausführung)
  • 1–2 Halstücher (mit Klettverschluss)
  • 1 Schneeanzug (eventuell)

Verzichten könnt ihr auf Babyschuhe. Sie sehen zwar niedlich aus, euer Baby braucht sie aber nicht. Um seine Füße warmzuhalten, zieht lieber ein Paar dickere Socken über den Strampler.

Wickeln

Eine der Hauptaufgaben junger Eltern ist natürlich das Windelnwechseln. Ob ihr Stoff- oder Einwegwindeln verwendet, ist euch überlassen. Wichtig ist aber, dass ihr immer auf die richtige Windelgröße achtet. Denn ist die Windel zu groß, läuft sie aus.

Checkliste

  • Windeln (Größe 1 und 2)
  • Feuchttücher (extra sensitive)
  • 1 Wickelunterlage (abwaschbar)
  • 1 Päckchen Zellstoff-Wickelunterlagen (für unterwegs)
  • 1 Wickeltasche (für unterwegs)

Für Winterbabys und Babys, die in sehr kühlen Zimmern gewickelt werden, kann die Anschaffung einer Heizlampe (angebracht über dem Wickeltisch) sinnvoll sein. Überflüssig ist dagegen der „Windeleimer“, der Windeln wie ein High-Tech-Müllschlucker einsaugt und unangenehme Gerüche mittels Aroma-Kassette beseitigt. Ein normaler Eimer mit Tritt erfüllt ebenso seinen Zweck.

Babypflege

Da die Haut des Babys noch sehr empfindlich ist, verzichtet auf Produkte mit chemischen Zusätzen. Auch Cremes braucht ihr bei der Erstausstattung noch nicht. Hat euer Neugeborenes trockene Haut, könnt ihr aber eine spezielle Pflegecreme verwenden. Bei einem entzündeten Po hilft eine Wundcreme.

Checkliste

  • 1x Babyöl (mit Mandelöl)
  • 1x Wund- bzw. Wundschutzcreme
  • 1x Fettcreme (für den Winter)
  • 1x Sonnencreme (für den Sommer)
  • 2–3 Waschlappen/Waschhandschuhe (weich)
  • 2–3 Badetücher (mit Kapuze)
  • 1 Nagelschere (mit abgerundeten Spitzen)
  • 1 weiche Bürste (mit Naturhaaren)
  • 1 Badethermometer (am besten digital)
  • 1 Babybadewanne (nur eventuell notwendig)

Sobald der Nabelschnurrest abgefallen ist, könnt ihr das Baby baden. Schaum und Seife sind überflüssig, reines Wasser (bei 37 °C) reicht völlig aus. Ein Badeeimer ist meist nach ein paar Wochen schon zu klein und daher unnötig. Eine Babywanne (separat oder als Aufsatz für die normale Badewanne) lässt sich dagegen länger verwenden.

Ernährung

Wenn das Baby Hunger hat, ist Stillen natürlich die einfachste und beste Option. Aber manchmal reicht die Milch der Mutter nicht aus – oder es gibt andere Gründe, die gegen ein Stillen sprechen. Für welche Variante – Stillen, Zufüttern oder Fläschchengeben – ihr euch auch entscheidet, ohne Utensilien geht es kaum.

Checkliste Stillen

  • Still-BHs
  • Stilleinlagen
  • Stillkissen
  • 6–8 Mullwindeln/Spucktücher
  • 3–4 dünnere Halstücher (um auslaufende Milch aufzufangen)
  • Wundcreme (gegen entzündete Brustwarzen)

Checkliste Zufüttern / Fläschchen geben

  • 6–8 Milchfläschchen
  • 2–3 Sauger für Milch
  • 1–2 Sauger für Tee/Wasser
  • 2–3 Päckchen Anfangs- bzw. Säuglingsnahrung
  • 6-8 Mullwindeln/Spucktücher
  • 3–4 dünnere Halstücher (um auslaufende Milch aufzufangen)
  • 1 Thermoskanne (um Wasser tagsüber warm zu halten)
  • 1 Fläschchenbürste
  • 1 Fläschchenwärmer (eventuell)
  • 1 Fläschchen-Sterilisator (eventuell)

Wann Babyausstattung besorgen?

Ein „zu früh“ gibt es nicht bei der Frage, ab wann ihr euch die Babyausstattung zulegen solltet – ein „zu spät“ dagegen schon. Macht euch daher möglichst rechtzeitig vor der Entbindung auf die Suche nach der Babyerstausstattung, die euch gefällt. Die ideale Zeit dafür ist das zweite Schwangerschaftsdrittel. Gerade bei der Auswahl des Kinderwagens und der Babyschale benötigen die meisten Eltern Zeit – das solltet ihr berücksichtigen.

Beim Wickeln sowie beim Stillen bzw. Füttern müsst ihr die entsprechenden Utensilien ab dem ersten Tag parat haben. Es empfiehlt sich daher, spätestens 4 bis 6 Wochen vor dem Geburtstermin alles Notwendige zu besorgen.

Bei der Babykleidung solltet ihr euch bis zur Geburt zumindest einen kleinen Grundstock zugelegt haben. Alles, was dann noch fehlt, lässt sich auch in den Tagen und Wochen nach der Geburt besorgen.

Unsere 3 Top-Tipps zur Babyerstausstattung

  • Viele Dinge, die ihr für die Erstausstattung eures Babys benötigt, könnt ihr günstig auf Flohmärkten und in Second-Hand-Läden besorgen. Wissen Verwandte und Freunde von der anstehenden Geburt, ist ohnehin damit zu rechnen, dass reichlich Babykleidung geschenkt wird.
  • Babykleidung sollte immer zur Jahreszeit passen. Doch im Frühling und Herbst schwanken tagsüber die Temperaturen. Hier bietet sich die Zwiebelmethode an, um Babys warmzuhalten. Wenn nötig, könnt ihr einfach Schichten an- und ausziehen.
  • Spielzeug ist noch nichts für Neugeborene. Da es weder einen Beißring noch ein Plüschtier oder Holzauto halten kann, braucht ihr für die erste Babyausstattung auch noch nichts davon zu kaufen.